Dortmund zu Fuß
Ortsgruppe des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.

Handlungs- und Verbesserungspotenzial bei Verkehrszeichen

In Dortmund gibt es viele fehlerhafte oder verbesserungswürdige Beschilderungen. Da dass Stadtgebiet groß ist und die Wegebeziehungen komplex sind, kann die Straßenverkehrsbehörde auch bei bester Arbeit etwas übersehen. Manche Probleme treten nur zu bestimmten Zeitpunkten auf, z. B. wenn an einem Vormittag in der Woche Markt ist. Da kann die Straßenverkehrsbehörde oft vor Ort sein, aber wen sie nicht mal zufällig an dem einen Marktvormittag da ist, kann sie nur durch sachdienliche Hinweise auf das Problem aufmerksam werden. Andere Unstimmigkeiten fallen nur auf, wenn man eine bestimmte Wegebeziehung nutzt. Daher können Bürger*innen durchaus zur Verbesserung beitragen durch Hinweise, jedoch setzt dies eine genaue Kenntnis der Materie voraus. Meldungen aus dem Bauchgefühl heraus machen der Straßenverkehrsbehörde nur viel Arbeit. Daher stellen wir hier einige typische Problemfälle vor, die Sie mit Foto und genauer Ortsbeschreibung am besten direkt dem Tiefbauamt melden.

Durchlässige Sackgassen

Viele Sackgassen sind für den Fußverkehr durchlässig und das kann auch ausgeschildert werden. Damit werden Wegeverbindungen sichtbar. Durch bürgerschaftliches Engagement nimmt die Anzahl an entsprechend gekennzeichneten Sackgassen beständig zu. Näheres Infos finden Sie auf einer gesonderten Seite.

Nicht mehr gültige Varianten von Verkehrszeichen

Die Gestaltung von Verkehrszeichen hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark geändert. Aus Gründen der Rechtssicherheit müssen die Verkehrszeichen immer der aktuellen amtlichen Vorgabe entsprechen. Bei Änderungen der amtlichen Vorgabe muss die Stadt diese auswechseln. Sollte ein Verkehrszeichen übersehen werden, sollte dies den Straßenkontrolleuren auffallen und diese eine Änderung anstoßen. Aber allerspätestens beim turnusgemäßen Austausch müssten die alten Varianten verschwinden. Verkehrszeichen haben nämlich nur eine beschränkte Haltbarkeit, die je nach Standort schwankt.

Beim ersten Beispiel müsste zumindest gereinigt werden. Das reicht aber nicht aus, da das Verkehrszeichen offensichtlich nicht mehr den technischen Anforderungen entspricht. Wer sieht hier noch einen roten Kreisring? Aber selbst wenn das beides nicht zutreffen würde, müsste das Verkehrszeichen ausgewechselt werden, denn schon seit 1992 steht auf Verkehrszeichen für die Geschwindigkeit kein "km" mehr.

Dürener Dorfstraße Ecke Dünnebecke am 23. 08. 2018 | Foto: Norbert Paul

Falsch aufgestellte Verkehrszeichen

Nach § 43 III Satz 2 StVO dürfen durch Verkehrseinrichtungen nach Anlage 4 Nummer 1 bis 7 gekennzeichneten Straßenflächen nicht befahren werden. Dazu gehören die Leitbaken (VZ 605), wie sie bei dieser Querungshilfe zum Einsatz kommen.

Fußgängerüberweg in der Kreuzstraße in Dortmund | Foto: Norbert Paul

Gemäß des VzKat steht hier auf der linken Seite VZ 605-20 <Leitbake - Schraffenbake - Aufstellung links> und auf der rechten Seite VZ 605-10 <Leitbake - Schraffenbake - Aufstellung rechts> . Fahrzeugführer*innen werden also zur Mitte geleitet und dürfen die Nasen nicht befahren.

In die Gegenrichtung waren die Baken aber falsch aufgestellt. Da man Verkehrszeichen beiläufig erfassen können muss, ist es wichtig, dass sie immer korrekt aufgestellt sind, damit Verkehrsteilnehmer*innen intuitiv richtig geleitet werden.

Fußgängerüberweg in der Kreuzstraße in Dortmund | Foto: Norbert Paul

Nach einem Hinweis an die Stadtverwaltung wurde dies zeitnah korrigiert.

Fußgängerüberweg in der Kreuzstraße in Dortmund | Foto: Norbert Paul