Anstatt zu fragen, ob der Standort richtig gewählt ist, wenn eine Praxis mit dem Auto erreichbar sein soll aber in der Fußgängerzone liegt, schlägt die Verwaltung lieber vor, die Fußgängerzone weiter zu beschneiden, berichten die Ruhr Nachrichten. Hintergrund der ganzen Problematik ist, dass die Stadtverwaltung jahrelang mit einer Lösung operiert hat, bei der von vorne herein klar war, dass diese nicht zulässig sein kann. Straßverkehrsrechtliche Anordnungen können nur von der zuständigen Behörde erlassen werden. Deshalb sind auch von Privaten aufgestelle Verkehrszeichen nichtig. 

Update 24. 09. 2017

Inzwischen ist die Ratsvorlage dazu online (Drucksache Nr. 08424-17).

Update 25.09.2017

Leserin Renate Beck kritisiert in einem heute in den Ruhr Nachrichten veröffentlichten Leserbrief die Freigabe:

Die […] Freigabe von Fußgängerzonen für den Autoverkehr werden das Ende der Fußgängerzonen in Dortmund einleuten. Die Bezirksvertretung Innenstadt-West macht sich zum Lobbyisten der Autoindustrie.

Die einzige dortmunder Bezirksvertetung mit grünem Bezirksbürgermeister fällt damit nicht das erste mal als autozentriert auf

Update 27. 01. 2018

Ohne den halbjährigen Probeversuch und Verwaltungskosten würde der Versuch einmalig 116.000 € (Rückforderung von Landeszuwendungen) und 13.000 € jährlich (wegfallende Sondernutzungsgebühren) kosten, heißt es in Drucksache Nr. 08424-17. Siehe auch Drucksache Nr. 08424-17-E1.