Dortmund zu Fuß
Ortsgruppe des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.

Fußverkehrsstrategie und Masterplan Mobilität

Im Jahre 2014 hat die Verwaltung eine Fußverkehrsstrategie im Rahmen des Masterplans Mobilität angekündigt (Drucksache 12594-14-E2). 2016 wurde dann die Fortschreibung des Masterplans in einem
kooperativen Verfahren beschlossen (Drucksache 01208-15). Aktuell befindet sich der Masterplan in der Aufstellung. Die Dortmunder Ortsgruppe von FUSS wurde bisher nicht näher beteiligt an der Aufstellung. Die Ortsgruppe hat gengenüber dem Arbeitskreis die grundsätzlichen Erwartungen formuliert, aber bisher keine Reaktion des Arbeitskreises erhalten.

So sieht also "die intensive Beteiligung der Stadtgesellschaft an der Aufstellung" (Meissner 2018: 311), zu der die regelmäßige Teilnahme von Interessensgruppen, Parteien, Inititativen, Verbänden am begleitenden Arbeitskreis (Meissner 2018: 311) in Dortmund aus. Marion Stock (2018: 19) schreibt zu guten Beteiligungsprozessen:

im Kern geht es darum, Bürgerbeteiligung so zu gestalten, dass sich alle relevanten Akteure einbezogen, gehört und fair behandelt fühlen. Dies erfordert Aufmerksamkeit, Umsicht und einen sorgfältigen Umgang mit den Ergebnissen der Beteiligung.

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass notwendige Veränderungen in den Masterplan aufgenommen werden, sondern es ist zu erwarten, dass mit viel Aufwand das Weiter-So beschlossen werden soll. Da wäre ein Fachverband nur ein unnötige Störrvariable, sodass die Nicht-Beteiligung nicht verwundert. Dabei wäre eine Revision der Verkehrsplanung notwendig (Canzler et al. 2018: 10):

Die eingefahrenen und etablierten Lösungsmuster versagen angesichts der Automassen. Eine Politik, die auf Appelle als Politikersatz setzt, reicht auf Dauer eben doch nicht aus. Dem automobilen Massenverkehr immer mehr Platz einzuräumen und neue Straßen zu bauen oder alte zu verbreitern, dieses Reaktionsmuster stößt ebenfalls an seine Grenzen. Die Belastungen durch Lärm und Abgase lassen sich nicht mehr leugnen oder wegdiskutieren. Die Folgen der Massenmotorisierung werden sichtbar und mehr und mehr auch öffentlich diskutiert.

Angesichts der in Aussicht gestellten Veränderungen, ist die Nicht-Beteiligung von FUSS im begleitenden Arbeitskreis um so verwunderlicher (Meissner 2018: 311):

Das Zielkonzept ist bereits abgeschlossen und wenn die dazu erforderlichen Maßnahmen folgen, wird die Mobilitätsplanung auch die Stadt sichtbar verändern: Straßenräume werden zugunsten von Fußgängern und Radfahrern umverteilt, der Radschnellweg Ruhr RS! wird intensiv genutzt, es werden weniger parkende Autos in den Straßen zu sehen […] sein. Nicht ein "Mehr" an Mobilität ist entscheidend, sondern das "Wie".