Dortmund zu Fuß
Ortsgruppe des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.

Durchlässige Sackgassen

Im Alltag zu Fuß zu gehen, ist nur attraktiv, wenn die Wege direkt sind. Im Idealfall sind diese kürzer als die Wege mit dem Auto. Es gibt in vielen Vierteln der Stadt diese Wege, nur sind diese Wege häufig nicht auf Anhieb zu erkennen und die wenigsten Menschen haben die Zeit, diese Wege zu suchen. Das sieht auch der Bundesgesetzgeber so. Daher sieht er im aktuellen und verbindlichen Verkehrszeichenkatalog die Verkehrszeichen 357-50 bzw. 357-51 vor, die Sackgassen kennzeichnet, die beim zu-Fuß-Gehen keine Sackgassen sind.


357-50: für Radverkehr und Fußgänger durchlässige Sackgasse


357-51: für Fußgänger durchlässige Sackgasse



An vielen Stellen hat die Stadt Dortmund diese bereits aufgestellt. Jedoch wurden bisher Sackgassen nicht systematisch auf ihre Durchlässigkeit geprüft und die Beschilderung weiter Sackgassen brauch Hinweise engagierter Bürger*innen.

Bevor dies möglich war, wurde in Dortmund das Verkehrszeichen 357 „Sackgasse“ mit 1022-10 „Radverkehr frei“ verwendet.

FUSS Fachverband Fußverkehr Deutschland wünscht sich, dass bis zum Ende des Jahres alle durchlässigen Sackgassen in Dortmund als solche gekennzeichnet sind. Dafür bittet er im Rahmen der Initiative 357 um Hinweise aus der Bevölkerung. Entsprechende Straßen ohne Kennzeichnung der Durchlässigkeit oder mit alten und verdreckten Schildern können unter 357@dortmund-zu-fuss.de gemeldet werden. FUSS setzt sich dann bei der Straßenverkehrsbehörde dafür ein, dass die entsprechenden Schilder zeitnah aufgestellt werden. Damit die Bearbeitung möglichst zeitnah erfolgen kann, muss der genaue Standort benannt werden und es ist hilfreich, ein aktuelles Foto des auszutauschenden Verkehrszeichen mitzuschicken. Eine Aufstellung ist nur möglich, wenn sich an die Sackgasse ein Weg anschließt, der dem öffentlichen Verkehr zur Verfügung steht.

Hintergrund:
Dortmund ist seit dem 8. 8. 2007 und damit seit über 10 Jahren Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS). Im neuen Handlungsleitfaden zur Förderung des Fußverkehrs in den Kommunen fordert die AGFS ihre Mitglieder auf, endlich mehr zu tun, als für den Fußverkehr Restflächen zur Verfügung zu stellen. Genauso wie die Bevorzugung des Autoverkehrs zivilgesellschaftlich eingeleitet wurde, kann auch die Abkehr davon nur durch Mitwirken der Zivilgesellschaft erfolgen. Daher hat FUSS Fachverband Fußverkehr Deutschland die Aktion 357 ins Leben gerufen.